Schritt 2 - RVP

der erste Aufenthaltstitel (RVP) - Разрешение на Временное Проживание
(zeitweiliges Wohnrecht)

Ohne eine gültige Aufenthaltsgenehmigung ist der Aufenthalt in Russland ausschließlich visumgebunden. Die zulässige Verweildauer ist auf 90 Tage innerhalb eines 180-Tage-Zeitraums begrenzt. Für einen unbefristeten Aufenthalt ist daher zwingend ein eigener Aufenthaltstitel erforderlich. Ein Arbeitsvisum ermöglicht den

Aufenthalt in Russland nur für die Dauer des bestehenden Arbeitsvertrags. Bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses erlischt die Aufenthaltsgenehmigung automatisch. Daher ist dieses Visum keine dauerhafte Lösung. Das RVP hingegen ist eine unbefristete Aufenthaltserlaubnis mit einer

Gültigkeitsdauer von drei Jahren. Mit dieser Berechtigung entfällt dieVisumspflicht und Ein- sowie Ausreisen sind mehrfach möglich. Inhaber des RVP dürfen in Russland erwerbstätig sein, wobei die Arbeitserlaubnis auf den jeweiligen Registrierungsbezirk beschränkt ist. So ist es beispielsweise nicht gestattet, in Moskau zu arbeiten, wenn der Wohnsitz im Moskauer Bezirk registriert ist. Ist der Hauptwohnsitz direkt in Moskau (innerhalb der MKAD) eingetragen, ist eine Beschäftigung in der Hauptstadt erlaubt. Der zweite Aufenthaltstitel hingegen gewährt das Recht, in ganz Russland zu arbeiten, unabhängig vom registrierten Bezirk. Für

das RVP gelten jedoch bestimmte Voraussetzungen. Um den Verlust des Titels zu vermeiden, ist ein jährlicher Aufenthalt von mindestens sechs Monaten in Russland erforderlich. Zudem muss ein Sprachtest abgelegt werden, der dem Niveau A2 entspricht. Damit ist das RVP vergleichbar mit einem Aufenthaltstitel, wie

er bei der BRD vorliegt. Während der Gültigkeitsdauer der RVP von drei Jahren (frühestens nach sechs Monaten RVP-Gültigkeit) ist der zweite Aufenthaltstitel (VID) zu beantragen. Andernfalls endet der erste Titel nach drei Jahren und muss erneuert werden, sofern ein dauerhafter Aufenthalt und eine Beschäftigung in

Russland angestrebt werden. Seit 2017 gilt in Russland ein Kontingent für Migrationszwecke. Selbst bei vollständiger und korrekter Dokumentation ist die Erteilung eines Aufenthaltstitels daher nicht mehr garantiert. Vorrang haben Bewerber, die in Russland verwandtschaftliche Beziehungen wie Ehepartner oder andere Angehörige

pflegen. Ist das Kontingent für die gewünschte Region bereits aufgebraucht, können die Behörden unter Umständen Kontingente aus anderen Regionen heranziehen, in denen noch Kapazitäten vorhanden sind. Auf diese Weise steigt die Wahrscheinlichkeit, die Kontingentvorgaben zu erfüllen, selbst wenn das Limit der bevorzugten Region erreicht wurde. Wer

plant, sich kurzfristig mit einer russischen Staatsangehörigen zu verheiraten, sollte wissen, dass die Ehe erst nach drei Jahren für den Erwerb des ersten Aufenthaltstitels anerkannt wird. Gute Voraussetzungen für

einen Aufenthaltstitel haben Bewerber, die keine familiären Bindungen haben, können ihre Eignung belegen, indem sie Russischkenntnisse, gefragte Fähigkeiten, eine Firma, Immobilienbesitz, vorhandenes Kapital und eine gesicherte Existenzgrundlage nachweisen.

persönliche Sprechstunde

RVP - Anforderungen

Mein Tipp

professionelle Hilfe (Juristen) in Anspruch nehmen

Wie erkennbar ist, verlangt das RVP die Vorlage verschiedener Unterlagen. Die oben genannte Aufzählung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, da sich die gesetzlichen Vorgaben für das RVP regelmäßig ändern. Die jeweils aktuelle Übersicht erhalten Sie auf der offiziellen Website der Migrationsbehörde Russlands.


Ich habe den Prozess für das RVP ohne anwaltliche Unterstützung durchlaufen. Meine Ehefrau hat mich dabei auf allen Schritten begleitet. Eine besondere Herausforderung stellte der RVP-Antrag dar, der mit großer Sorgfalt ausgefüllt werden muss. Am Ende übernahm meine Frau diese Aufgabe, da meine zuvor gewählte und kostengünstige juristische Unterstützung nicht zufriedenstellend war. Mein erster Antrag wurde nicht angenommen, da er zahlreiche Fehler enthielt. Nachdem sich meine Frau eingehend mit dem Thema befasste, wurde mein Antrag (Original der Migrationsbehörde) angenommen und genehmigt. Doch

auch beim zweiten Versuch wurden meine Unterlagen abgelehnt, weil ich nur ein Standard-Führungszeugnis vorlegte, statt eines mit Apostille. Dadurch musste ich erneut ausreisen, das Führungszeugnis mit Apostille beim BVA beantragen und wieder nach Russland fliegen. Bis dahin waren die Fristen für die relevanten Dokumente und Gutachten abgelaufen, sodass ich den gesamten Prozess erneut durchlaufen musste, einschließlich aller medizinischen Untersuchungen!


Deshalb rate ich dringend dazu, einen erfahrenen Volljuristen zu beauftragen. Es existieren zahlreiche "juristische Agenturen", die RVP-Anträge bearbeiten und ausfüllen. In der Regel sind diese "Agenturen" preiswerter als ein renommierter Jurist. Es ist ratsam, die höheren Kosten für einen guten Juristen in Kauf zu nehmen, anstatt in der Migrationsbehörde aufgrund von Fehlern abgewiesen zu werden.


Falls Sie in der Region Moskau siedeln möchten, kann ich Ihnen eine entsprechende Unterstützung vermitteln. Für andere Gebiete Russlands müssen Sie selbst einen passenden Juristen finden.


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