richtig auswandern

Seine angestammte Heimat zu verlassen ist ein großer Schritt. Dennoch kann es, der Zeit gehorchend, ein guter Neustart sein.

Doch bevor Sie die Sachen packen sollten Sie sicher sein, dass dieser Schritt von Herzen kommt und keine Belastung für die Familie darstellt. Schließlich wollen Sie ja nicht vom Regen in die Traufe geraten.

Archivierte Kontaktdaten werden nicht erneut veröffentlicht.

Russland hat, als Auswanderungsland, eigentlich keine große Anziehungskraft. Zumindest nicht gegenüber Südamerika, den USA, Kanada oder Australien. Dabei findet man auch in Russland all das, was es in den erwähnten Regionen dieser Erde gibt.

Sollten Sie das Landleben bevorzugen, so finden Sie in Russland beste Bedingungen, um das angestrebte Ziel zu erreichen. Wenn Sie hingegen ein "Stadtmensch" sind, so kommen Sie auch in Moskau oder St. Petersburg voll auf Ihre Kosten. Aber auch in geschäftlicher Hinsicht kann man in Russland durchaus punkten!
Die Steuerabgaben für Unternehmen sind weitaus humaner, als man es von der Steuerpolitik in der BRD gewohnt ist.

Es gibt noch so viele Fakten, die man als Argument für eine Auswanderung nach Russland vorbringen kann. Daher ist der beste Weg ein Besuch in Russland, um das Land und die Menschen kennenzulernen. Wenn Sie aber bereits in Russland waren, so werden Sie meine Einstellung sicherlich teilen.

Vorsicht in sozialen Foren, Gruppen und Kanälen zur Russland-Auswanderung !

Seit 2022 ist die Anzahl der Foren, Gruppen und Kanäle zum Thema Auswanderung nach Russland stark angestiegen. Oft wird mit der Unsicherheit der Anfänger wirtschaftlich gehandelt, indem teils kostenpflichtige Hilfestellungen angeboten werden, die dazu führen

können, dass man die Kontrolle über den eigenen Prozess verliert. Es ist ratsam, sich selbst intensiv mit den Abläufen vertraut zu

machen, da keine Institution oder Person kostenlos und dauerhaft alle Schritte begleitet. Man steht vor unbekannten Verfahren und Anträgen, was Raum für unerwartete Kosten lässt, die manchmal die Pläne zunichtemachen. Mein Tipp: Lernen Sie die russische Sprache gründlich, um die Kommunikation zu

verstehen, und knüpfen Sie
Kontakte vor Ort. Es gibt weit mehr Aufgaben als nur den Aufenthaltstitel: Steuernummer, Rentenversicherung, gesetzliche Krankenversicherung, ggf. Arbeitgeber, Verwaltung von Immobilien sowie die Kommunikation mit GOSUSLUG, Versorgern für Wasser, Strom und Gas oder Arztbesuche. Gehen Sie davon aus, dass Sie bei all diesen Dingen auf sich allein gestellt sind? Ich betreibe diese Seite

seit 2016 und behaupte nicht, alle Fragen zu beantworten, doch das, was seit 2022 im deutschsprachigen Raum angeboten wird, ist oft selbst für Russen ungewöhnlich.

persönliche Sprechstunde


Schritt 1

Um einen Aufenthaltstitel zu erhalten, muss ein Wohnsitz in Russland nachgewiesen werden, unabhängig davon, ob es sich um eine Mietwohnung oder ein Eigentum handelt.

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Schritt 2 & 3

Innerhalb von zwei Jahren werden zwei Aufenthaltstitel beantragt: zunächst der RVP mit einer Gültigkeit von drei Jahren, gefolgt
vom VID mit einer Gültigkeit von fünf Jahren.

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Schritt 4

Der Antrag auf die Staatsbürgerschaft markiert das Ende einer rechtlichen Bevormundung durch die BRD und beugt Täuschungen im Rechtsverkehr vor.

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Basis & Fakten

Russland erfahren

Vor einer endgültigen Auswanderung nach Russland ist es dringend empfohlen, das Land mehrfach zu besuchen. So können Sie realistisch einschätzen, ob sich Russland als neue Heimat eignet. Reisen Sie in die Region, in der Sie leben möchten, und bleiben Sie dort idealerweise drei bis vier Wochen. Dies dient als praktische Probezeit für die Auswanderung.

Die russische Sprache erlernen

Für jeden Auswanderer ist es selbstverständlich, die Landessprache zu beherrschen. In Russland gilt dies ebenso. In Moskau und St. Petersburg mag man sich mit Englisch noch verständigen können, doch außerhalb der Großstädte ist Russisch unerlässlich. Zudem ist vor der Erteilung des ersten Aufenthaltstitels ein bestandener Sprachtest erforderlich, der dem Niveau A2 entspricht.

Lebensunterhalt sicherstellen

Eine Auswanderung bedeutet nicht automatisch, dass man den Rest des Lebens nur noch ruht. Es ist ratsam, frühzeitig eine Beschäftigung zu finden oder ein Unternehmen zu gründen, um die laufenden Ausgaben zu tragen und den Lebensunterhalt sicherzustellen. Bis eine stabile finanzielle Lage erreicht ist, sollte man über Rücklagen verfügen, um mögliche Engpässe zu
überbrücken. Am besten sucht man bereits vor dem Umzug einen Arbeitsplatz, bei dem man nach der Ankunft sofort in den Arbeitsalltag einsteigen kann.

Sicherung von Kapital und Geldvermögen

Gemäß den Bestimmungen der EU liegt die Grenze für nicht deklarierte Bargeldbeträge bei der Einreise in die EU bei höchstens 9.000,- Euro. Bereits ab einem Betrag von 5.000,- Euro kann jedoch eine Begründung zur Herkunft oder zum Verwendungszweck des Geldes verlangt werden. Aus diesem Grund ist es ratsam, sorgfältig zu überlegen, wie das eigene Vermögen auf möglichst schonende Weise übertragen wird. Es existieren selbstverständlich sichere und rechtlich einwandfreie Methoden, die hier jedoch nicht im Detail erläutert werden. Solche Fragen werden ausschließlich im persönlichen Gespräch geklärt.

Abmeldung vom BRD-System

Als aufrechter und ehrlicher Bürger der BRD sollte man sich entsprechend abmelden. Auf diese Weise wahrt man mögliche Ansprüche auf Rente und Versicherungen und bleibt jederzeit erreichbar. Wenn man sich jedoch bereits mit dem Gedanken an eine Auswanderung trägt, wird dieses Thema für einen oft weniger relevant. Es gibt kein verbindliches und gültiges Gesetz, das eine Abmeldung von der BRD vorschreibt oder regelt. Falls man jedoch hin und wieder in die alte Heimat reisen möchte, ist eine Abmeldung durchaus empfehlenswert.

Dokumente und Nachweise

Im Laufe des Lebens sammelt man verschiedene Dokumente. Diese gilt es mitzunehmen und sicher aufzubewahren. Dokumente, die nicht mitgenommen werden können, sollten von einem Notar entsprechend beglaubigt werden. Man sollte dabei auch an Unterlagen denken, die man vielleicht noch aus DDR-Zeiten besitzt. Ebenso sollte man Zeugnisse, Urkunden und Diplome nicht vergessen.

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