Leben auf dem Land
Selbstbestimmt und ohne Zwänge
Viele Menschen, die nach Russland auswandern, entscheiden sich für ein Leben auf dem Land. Die Idee, sich selbst versorgen zu können, in unberührter Natur zu leben und Ruhe zu finden, wirkt oft sehr ansprechend. Allerdings ist das Leben auf dem
Land auch mit erheblichem Arbeitsaufwand verbunden, und nur wenige haben sich vorher einen genauen Eindruck von den Gegebenheiten verschafft. Um in Russland auf dem Land zufrieden zu sein, muss man diese Lebensweise wirklich schätzen. Die Wasserversorgung und die Abwasserentsorgung liegen in der Regel in privater Hand, ebenso oft die Gasversorgung. In der
Regel wird lediglich der Strom durch staatliche Stellen bereitgestellt. Angesichts dieser Faktoren sollte man genau prüfen, ob das Landleben zu den eigenen Erwartungen passt. Wer jedoch den Wert der Selbstständigkeit erkennt, kann das Leben im ländlichen Raum als sehr attraktiv empfinden. Man hat die Freiheit, ein Haus nach eigenen Vorstellungen zu gestalten oder bauen zu lassen und kann frei über
sein Grundstück bestimmen. Es bestehen keine strengen Bauvorschriften oder Vorgaben für das Ortsbild, was es ermöglicht, der eigenen Kreativität freien Lauf zu lassen. In den meisten Dörfern gibt es einen kleinen Laden für den täglichen Bedarf, während größere Einkäufe in der Stadt getätigt werden müssen. Daher ist Mobilität wichtig, um nicht auf die Hilfe
von Nachbarn oder Freunden angewiesen zu sein, da nicht jedes Dorf an das öffentliche Nahverkehrsnetz angeschlossen ist. Viele Russen schätzen das Landleben, bevorzugen jedoch den Komfort der Stadt und errichten oft eine Datscha. So können sie das Landleben am Wochenende oder in den Ferien genießen. Die Datscha dient auch als Rückzugsort für ältere Menschen, die im Winter bei ihren Kindern in der
Stadt leben und von Frühling bis Herbst auf dem Land verweilen. Wer ein authentisches Landleben in Russland anstrebt, sollte die Zielregion unbedingt vorab besuchen, um einen realistischen Eindruck zu bekommen. Zudem ist es wichtig, die russische Sprache zu beherrschen, um am dörflichen Leben teilhaben zu können.
Meine Empfehlung
Pereslawl Salesski
Nördlich-östlich von Moskau, in einer Entfernung von etwa 130 Kilometern, befindet sich diekleine Stadt Pereslawl Salesski. Diese Ortschaft hat eine Geschichte von mehr als 1.000 Jahren und liegt am Ufer des 52 Quadratkilometergroßen Pleschtschejewo-Sees. Darüber hinaus ist Pereslawl Salesski Teil des sogenannten „Goldenen Rings“, was bedeutet, dass die Stadt zum architektonischen Kulturerbe Russlands zählt.
In der Umgebung der Stadt und des Sees liegen kleine Dörfer sowie Siedlungen mit Datschas. Dadurch ist die Region um Pereslawl Salesski ein beliebtes Ausflugsziel für Bewohner Moskaus, die ihre Freizeit in der Natur verbringen möchten. Im Gebiet befinden sich neun Klöster sowie zahlreiche Museen, die auch für Besucher aus anderen Teilen Russlands interessant sind.
Für alle, die ein Leben auf dem Land bevorzugen, ist diese Gegend eine ausgezeichnete Wahl. Die örtliche Infrastruktur ist gut ausgebaut, und in der Stadt stehen alle notwendigen Annehmlichkeiten zur Verfügung. Man findet dort diverse Einkaufsmöglichkeiten, traditionelle Marktplätze, Übernachtungsmöglichkeiten sowie eine breite Auswahl an Gewerbe- und Handwerksbetrieben. Auch die Versorgung mit Energie und Wasser sowie weitere Dienstleistungen sind gut organisiert. Im Vergleich zum Moskauer Raum sind die Kosten für Immobilien und Landflächen hier deutlich niedriger, obwohl die Entfernung zur Hauptstadt nur etwa 130 Kilometer beträgt.
Meine Ehefrau und ich besitzen zudem eine zusätzliche Immobilie in Pereslawl Salesski, was es mir ermöglicht, dem städtischen Trubel zu entkommen. Falls Sie weitere Informationen über diese Region und die dortigen Möglichkeiten wünschen, können Sie mich gerne kontaktieren.